Laboklin Forschungsprojekt – Gesunde Hunde erst ab 8 Jahren


Liebe Züchter,
liebe Mitglieder,


wir wurden von Laboklin kontaktiert und gebeten folgende Information an Euch weiterzuleiten.


Aufgrund der sehr hohen Nachfrage zu unserem Forschungsprojekt, wollten wir noch einmal darauf aufmerksam machen, dass wir gesunde Hunde ohne Symptome erst ab einem Alter ab 8 Jahren benötigen.


Bitte beachtet diesen Hinweis und nehmt nur mit gesunden Hunden, die diese Voraussetzungen erfüllen an der Studie teil.


Das Anmeldeformular findet Ihr hier: https://www.mechelaar.de/wp-content/uploads/2021/06/Probeneinsendeformular_SH_Keratitis_D.pdf


Anke Höpken
DMC Zuchtleitung

Forschungsprojekt Medizinische Kleintierklinik München


Die Medizinische Kleintierklinik München bittet um Mithilfe bei der Suche nach Welpen mit Bewegungsstörungen, besonders Schwimmer-Welpen:

Im Rahmen meiner Doktorarbeit führen wir an der Medizinischen Kleintierklinik München eine Untersuchung zu Bewegungsstörungen bei Welpen durch. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Swimming Puppy Syndrom, die betroffenen Welpen werden oft als Schwimmer-Welpen bezeichnet. Da diese Erkrankung immer noch sehr unbekannt und wenig erforscht ist, geht es vor allem darum, neue Erkenntnisse über Vorkommen, Symptome, Einflussfaktoren und Verlauf zu gewinnen. 

Dabei sind wir auf die Mitarbeit von möglichst vielen Züchtern bzw. Hundehaltern angewiesen, die einen Onlinefragebogen ausfüllen (natürlich anonym!) und uns Videos von den betroffenen Welpen schicken. 

Es wäre großartig, wenn Sie mir bei der Suche nach betroffenen Welpen helfen könnten (ob aktuell betroffen oder in der Vergangenheit spielt keine Rolle) Alle weiteren Infos stehen auf der Website: 

https://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/forschung/stud_neuro/bewegungsstoerung/index.html

Über Mithilfe bin ich sehr dankbar! 

Mit freundlichen Grüßen 

Lea Rüffer 
Tierärztin 
Doktorandin Neurologie 
Medizinische Kleintierklinik München

Information über Forschungsprojekt Erbkrankheiten bei Belgischen Schäferhunden

Die Universität Bern hat den DMC gebeten, die Forschung im Bereich Gendefekte der Belgischen Schäferhunde zu unterstützen:

In einem internationalen Team forschen wir seit 2012 an der Aufklärung von Erbkrankheiten bei Belgischen Schäferhunden. Dabei untersuchen wir vor allem Fälle von cerebellärer Ataxie. Von einer cerebellären Ataxie spricht man, wenn ein Hund Koordinationsstörungen in der Bewegung zeigt, welche durch eine Schädigung des Kleinhirns hervorgerufen werden. Bislang konnten wir zwei Gendefekte aufklären, die zu klinisch ganz ähnlich verlaufenden Ataxien führen. Ein dritter Gendefekt führt zu «schwachen Welpen» mit sehr variablen Beeinträchtigungen, die ebenfalls Bewegungsstörungen umfassen können.

Bezeichnung VererbungGentest seitKrankheitsbild
SDCA1autosomal
rezessiv
2016zunehmende Bewegungsstörungen ab der 4.-6. Lebenswoche, Tod vor der 20. Lebenswoche
SDCA2autosomal rezessiv 2017 zunehmende Bewegungsstörungen ab der 4.-6. Lebenswoche, Tod vor der 10. Lebenswoche
CJMautosomal rezessiv2020variables und unspezifisches Bild, z.B. totgeborene Welpen, schwache Welpen, Zittern, Tod vor der 10. Lebenswoche



Möglicher vierter Gendefekt identifiziert («CA4»)

Wir haben aktuell einen möglichen vierten Gendefekt für eine vererbte neurologische Erkrankung bei Belgischen Schäferhunden identifiziert. Unsere Ergebnisse sind vorläufig und müssen noch durch weitere Forschungsarbeiten bestätigt werden. Wir gehen davon aus, dass der neue Gendefekt ebenfalls wieder autosomal rezessiv vererbt wird. Bei den bisher vermuteten Fällen war das Krankheitsbild recht variabel. Einerseits gab es Welpen mit fortschreitenden Bewegungsstörungen ab der zweiten Lebenswoche, die in der fünften Lebenswoche eingeschläfert werden mussten. Andererseits ist uns ein Hund bekannt, der zwar deutlich sichtbare Bewegungsstörungen zeigt, aber mit 8 Jahren immer noch eine zufriedenstellende Lebensqualität aufweist.

Wir nennen den Gendefekt vorläufig CA4, aber diese Bezeichnung kann sich noch ändern.


Bitte um Einsendung von Proben

Um die Vermutung des neuen Gendefekts zu bestätigen und einen möglichen CA4 Gentest zu validieren, müssen wir die schädliche genetische Veränderung bei weiteren erkrankten Belgischen Schäferhunden nachweisen. Wir bitten daher alle Züchter und Besitzer von Welpen oder auch älteren Hunden mit Bewegungsstörungen oder anderen neurologischen Auffälligkeiten um die Einsendung von Blutproben dieser Hunde. Wir bitten ebenfalls um Einsendung von Proben von Zuchthunden, die schon einmal neurologisch auffällige Welpen in einem Wurf hatten.


Kostenlose CA4 Prä-Tests bis 31.01.2021

Im Rahmen unserer Validierung bieten wir die Durchführung eines kostenlosen CA4 Gentests für den möglichen neuen Gendefekt an. Wir werden alle bis zum 31.01.2021 bei der Universität Bern eingegangenen Proben genotypisieren und die Resultate im Februar 2021 an die Einsender zurückmelden.
Wenn Sie an diesem Angebot interessiert sind, benutzen Sie bitte unser Antragsformular, welches von unserer Internetseite heruntergeladen werden kann.
Falls Sie uns bereits in der Vergangenheit eine Blutprobe Ihres Hunds für unsere Forschungsprojekte eingeschickt haben, können Sie mit einem formlosen E-Mail an Herrn Matthias Christen bis zum 31.01.2021 das Ergebnis des CA4 Gentests für Ihren Hund anfordern. Wir werden diese Ergebnisse ebenfalls im Februar 2021 an die Einsender zurückschicken.

Wir bedanken uns bei allen Züchtern und Besitzern von belgischen Schäferhunden für die Unterstützung unserer Forschungsarbeiten. Durch die gemeinsamen Anstrengungen können wir etwas für die Gesundheit unserer Hunde erreichen. Selbstverständlich stehen wir gerne für Fragen zur Verfügung.


Ansprechpartner

Tierarzt Matthias Christen
Universität Bern
Matthias.Christen@vetsuisse.unibe.ch

Prof. Dr. Miriam Kleiter
Veterinärmedizinische Universität Wien
Miriam.Kleiter@vetmeduni.ac.at

Prof. Dr. Michael Leschnik
Veterinärmedizinische Universität Wien
Michael.Leschnik@vetmeduni.ac.at



Wissenschaftliche Veröffentlichungen

  1. Mauri N et al. A missense variant in KCNJ10 in Belgian Shepherd Dogs affected by spongy degeneration with
    cerebellar ataxia (SDCA1). G3 (Bethesda) 2017;7:663-669.
  2. Mauri N et al. A SINE insertion in ATP1B2 in Belgian Shepherd Dogs affected by spongy degeneration with
    cerebellar ataxia (SDCA2). G3 (Bethesda) 2017;7:2729-2737.
  3. Gurtner C et al. YARS2 missense variant in Belgian Shepherd Dogs with cardiomyopathy and juvenile mortality. Genes (Basel) 2020;11:313.

Aktualisiert: Statement zur ZTP und Körung in Kabelsketal

Auf Anweisung des geschäftsführendes Vorstandes wurde die Veröffentlichung vom 13.10.2020 wie folgt aktualisiert.


Liebe Mitglieder des DMC,


Im Nachgang zur Veranstaltung in Kabelsketal gab es einige Aufregung und Kritik an der Ausführung und Umsetzung der ZTP und Körung.

Die Kritik vereinzelter Teilnehmer und Zuschauer wurde im Sinne unserer DMC Vereinspolitik wahr und ernst genommen. Daher wurden Videos und Ergebnisübersicht zunächst nicht veröffentlicht, um eine Sichtung und Einschätzung durch den Vorstand vorzunehmen, der bislang nicht in Gänze informiert war.

In der zwischenzeitlich stattgefundenen Vorstandssitzung kam der Vorstand überein, die Ergebnislisten und dazugehörige Videos online zu stellen. Eine Korrektur von Ergebnissen wird nicht erfolgen.

Die Beurteilungen der Hunde wurde durch eine Kommission mit mehreren teils langjährig tätigen Körmeistern erarbeitet. In der Kommission waren als Körmeister Lars Bruhnke, Edgar Scherkl, Florian Knabl sowie als Körmeisteranwärter Mathias Dögel, Björn Giesen, Peter Scherk, Mario Neumann vor Ort. Es ist nicht ersichtlich, dass es hier zu Fehlentscheidungen bei der Feststellung der Zuchttauglichkeit für die teilnehmenden Hunde gekommen ist.

Dennoch wird das Gremium der Körmeister verstärkt daran arbeiten, dass die Präsentation der Bewertungen im Rahmen von Zuchtveranstaltungen besser und verständlicher vermittelt wird. Die Vorgaben in den Ordnungen zur ZTP und Körung geben den Rahmen vor. Die Körmeister werden weiterhin daran arbeiten, dass die Art und Weise ihrer Kommunikation einem gemeinsam erarbeiteten Konsens entspricht.

Ziel der Körmeister ist es, die Charaktereigenschaften unserer Hunde herauszustellen und somit den Züchtern die Wahl passender Verpaarungskombinationen zur Verbesserung unserer Rassezucht zu erleichtern.

Sinn der Ordnungen zu den Zuchttauglichkeitsveranstaltungen im DMC ist es, Hunde mit Gebrauchshundeeigenschaften zu züchten.

Der geschäftsführende Vorstand

Edgar Scherkl, Robert Eder, Renate Krischer