Statement erster Vorsitzender

Hallo DMC-Mitglieder,

die zur Zeit herrschende Situation und das Denunziantentum nimmt unerträgliche Ausmaße an und es wird Zeit sich zu besinnen und zurückzukehren an den Punkt, der uns einmal vereint hat.

Wie war das nochmal? – Wir wollten anders sein!
Bei unserer Zuchtselektion und bei unserem Anspruch an Leistung. Eine Leistung, die sich straff an die gültige PO anschließt und wegweisend ist. Unsere Richter und Helfer, die nach unseren Maßstäben richten, genießen weltweit eine hohe Anerkennung und unsere Hundeführer holen einen Titel nach dem anderen. Das alles wird nun teilweise verurteilt und die Leistungen unserer Hundeführer in den Dreck gezogen.

Ich habe vor Jahrzehnten mit der Verbandsarbeit begonnen, war 2. Vorsitzender und habe nun schon seit über 10 Jahren den Vorsitz. In dieser Zeit gab es bis zur Pandemie immer noch einen Ehrenkodex, der uns moralisch geleitet hat. Ja, den gab es!

Es war immer eine Ehre diesen Verband führen zu dürfen und ihn in der nationalen und internationalen Szene zu vertreten. Mit Stolz kann ich auf die DMC-treuen Züchter und Hundeführer zurückschauen, die den Verband an die Spitze des nationalen und internationalen Hundesports gebracht haben.

Was allerdings in der letzten Zeit auf uns zugerollt ist, kann man wohl mit einem Shitstorm vergleichen, der bei einigen sogar gesundheitliche Probleme nach sich zieht ( und das in einem Ehrenamt ).
Der Vorstand wurde 2020 einstimmig gewählt und steht bis zum Ende der Wahlperiode in dieser Konstellation zur Verfügung und das Minderheitsbegehren findet als demokratisches Element unsere Anerkennung. Die Vorgehensweise allerdings nicht, weil den Anführern des MHB alle Mittel recht waren, nicht ihre Ideen umzusetzen, sondern, koste es was es wolle, den Vorstand zu belasten.

Jetzt stehen wir an einem Scheideweg, denn es geht darum den Verein nicht weiter aufzuspalten, endlich Schluss zu machen und wieder zueinander zu finden.
Der jetzige Vorstand steht nur in der augenblicklichen Konstellation zur Verfügung, aber wir haben erkannt, dass unsere Zeit gekommen ist und werden unsere Amtszeit um 1 Jahr verkürzen. Danach werden wir, den Körmeisterobmann ausgenommen, nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung stehen. Durch dieses Angebot ist eine ordentliche Übergabe gewährleistet und der jetzige Vorstand macht den Weg frei für ein neues Team und garantiert seine Unterstützung.

Trotz der heftigen juristischen Angriffe, die uns täglich einbinden, und von den hohen Kosten erstmal zu schweigen, haben wir in Richtung Zucht, Mondioring und verbandsübergreifende Ideen mit dem DKBS, dem BSD und dem BSB vieles auf den Weg gebracht.
Damit keiner das Gesicht verliert und wir endlich in den unabdingbaren Heilungsprozess eintreten können, den der DMC nun mehr als nötig hat, machen wir das Angebot zur Versöhnung.
Ich möchte verhindern, dass wir uns so auseinanderdividieren, dass am Ende der DMC als Verlierer da steht.
Auch muss allen Mitgliedern die Chance gegeben werden, nicht nur aus dem Minderheitsbegehren mit knapp über 20%, Ihren Vorstand zu generieren, schließlich gibt noch knapp 80% weitere Mitglieder, die nicht dem Minderheitsbegehren zugehören.
Auch wenn es mittlerweile zu schweren Vertrauensbrüchen gekommen ist, müssen wir gemeinsam einen Weg finden, der für alle gangbar ist.

Es geht schließlich um den DMC in seiner Gesamtheit!
Edgar Scherkl
Vorstand